Sie sind hier: Startseite Studiengangsmanagement

STGM_Kopfleiste

Studiengangsmanagement

Studiengangsmanagement

Ein zentraler Baustein des Projekts ist die universitätsweite Etablierung eines professionalisierten Studiengangsmanagements. Hierzu wurden in den Organisationseinheiten hauptamtlich tätige Studiengangsmanager eingesetzt. Diese nehmen Aufgaben in der Studiengangskoordination und dem Qualitätsmanagement wahr, entwickeln Beratungs- und Unterstützungsformate für Studierende und Studieninteressierte und informieren über Studiengänge und den damit zusammenhängenden Vorgaben und Modi.

 

QM, Koordination und Beratung

Das Studiengangsmanagement umfasst die professionelle und ganzheitliche Betreuung eines Studiengangs und ihrer Studierenden. Seine Aufgaben umfassen die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Information und Beratung, Studien- und Prüfungsorganisation sowie das Qualitätsmanagement. Das Studiengangsmanagement wird als Schnittstelle verstanden, das im Third Space zwischen den Studierenden, den Lehrenden und der Hochschulverwaltung vermittelt und soll dazu dienen, alle mit der Administration, Organisation und insbesondere dem Qualitätsmanagement eines Studiengangs verbundenen Aufgaben in einer Person zu bündeln. Damit soll nicht nur eine effizientere Betreuung von Studiengängen erreicht werden, sondern auch vorhandenes Personal entlastet werden, damit es sich wieder seinen eigentlichen Aufgaben in Forschung und Lehre widmen kann.


Universitätsweit sind die Studiengangsmanager maßgeblich an der Etablierung von Mentorenprogrammen, Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuungsrelation sowie der Neugestaltung der Übergangsphase zwischen Schule und Universität beteiligt. Ein wichtiges Ziel ist, das Qualitätsmanagement nachhaltig in Gang zu setzen. Den Studiengangsmanagern kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu, da die notwendigen Prozesse – sowohl auf die jeweilige Lehreinheit bezogen als auch mit Blick auf die fachübergreifende Vernetzung – operativ bei ihnen zusammenlaufen.
Bei ihnen liegt die Verantwortung für

  • die Konzeption und Durchführung der Evaluation von Studium und Lehre mit sämtlichen Teilaufgaben/-aspekten – dementsprechend kommt ihnen die operative Leitung der Evaluationsprojektgruppen zu;
  • die Aggregierung, Auswertung und Dokumentation studiengangsbezogener Daten;
  • die Entwicklung, ggf. Begleitung oder Durchführung, von Maßnahmen zur Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen sowie wiederum deren Evaluation;
  • die Curriculumsentwicklung in struktureller und inhaltlicher Hinsicht;
  • die Weiterentwicklung und nachhaltige Pflege von Informations- und Kommunikationsstrukturen (nach innen wie außen).

Die Wahrnehmung der Aufgaben erfolgt unter Einbeziehung der jeweils verantwortlichen Gremien und/oder Personen sowie in Orientierung an übergeordneten hochschulweiten Zielen.

Mentorenprogramme

Die vom Studiengangsmanagement in Abstimmung mit den Fachschaften organisierten Mentoren-Angebote bieten eine weitere gern genutzte Anlaufstelle bei Fragen und Problemen zum Studium. Neben regelmäßig stattfindenden Sprechstunden und E-Mail gestützten Beratungen bieten die Mentoren für Studienanfänger Einzelberatungen und/ oder Einführungsveranstaltungen zu Beginn des Semesters an. In diesen informieren sie die (angehenden) Studierenden über Studienverlaufspläne, Module, Anmeldeverfahren, Prüfungsmodi und -ordnungen und erleichtern den Studierenden den organisatorischen Studieneinstieg. Bei Bedarf werden zielgruppenspezifische Mentorate eingerichtet, wie beispielsweise für internationale Studierende oder mit einem Schwerpunkt zum wissenschaftlichen Arbeiten. Darüber hinaus beraten die Mentoren in einigen Fachbereichen Schülerinnen und Schüler beispielsweise im Rahmen von ‚Schnuppertagen‘ zum Studienfach und zum universitären Alltag und bilden so eine Schnittstelle zwischen Schule und Universität, um den zukünftigen Studierenden den Einstieg in das Studium zu erleichtern.


Für Studierende mit Handicap können als sinnvolle Ergänzung zum Nachteilsausgleich individuell und nach Absprache Mentoren eingestellt werden, um die Bewältigung des Studienalltags zu verbessern und je nach Bedarf Unterstützung anzubieten (z. B. Begleitung oder Abnahme von studienorganisatorischen Vorgängen, Besuch und/oder Mitschriftenerstellung von Lehrveranstaltungen im Krankheitsfall). Hierzu wird dringend empfohlen zunächst mit dem Studiengangsmanagement, der Fachstudienberatung und der
Beauftragten für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Tutorenprogramme

Das Studiengangsmanagement hat in vielen Fächern Helpdesks für Studienanfänger mit individuellem Betreuungsbedarf etabliert. Tutoren unterstützen hierbei Studierende individuell inhaltlich bei der Bewältigung von z.B. Übungsaufgaben oder bieten Wiederholungen des behandelten Lernstoffs an. Diese Betreuung ermöglicht es den Studierenden, gerade in der sensiblen Einstiegsphase Hindernisse für den weiteren Studienverlauf frühzeitig anzugehen. Identifizierte fachinhaltliche Hürden, die ggf. auch curriculumsübergreifende Aspekte betreffen, werden in Abstimmung mit den Studiengangsmanagern jeweils in spezifischen Veranstaltungsformaten adressiert.

Übergang Schule > Hochschule

Schreiblabor_Fyler4Mit Blick auf die Übergangsphase von der Schule ins Studium bietet die Universität Bonn für angehende Studierende ein nach Fachbereichen differenziertes Vorkursprogramm an. Die Vorkurse zielen darauf ab, den Studierenden den Übergang zwischen Schule und Hochschule zu erleichtern. Aufgrund der heterogenen Eingangsqualifikationen der Studierenden kommt es gerade in der Anfangsphase des Studiums häufig zu Schwierigkeiten und Frustrationserlebnissen. Diese wirken sich negativ auf den Studienerfolg aus und führen nicht selten dazu, dass der gewählte Studiengang entweder nicht in der Regelstudienzeit absolviert oder sogar aufgegeben wird. Unter Sicherung der angestrebten akademischen Leistungsstandards bilden Vorkurse ein geeignetes Instrument, einen möglichst reibungslosen und erfolgreichen Studienverlauf zu ermöglichen. Des Weiteren bieten die Vorkurse die Chance, einen ersten Eindruck über universitäre Lernformen zu erhalten sowie sich mit dem universitären Leben vertraut zu machen: So kann der Campus schon vor Semesterbeginn erkundet und können erste Kontakte geknüpft werden.

Darüber hinaus wurde 2014 das Bonner Schreiblabor an der Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung mit Sprachlernzentrum eingerichtet. Das Schreiblabor ist konzipiert als fachübergreifende Anlaufstelle zu Fragen des wissenschaftlichen Schreibens und empirischen Arbeitens. Neben einem Kursprogramm zum wissenschaftlichen Schreiben, in denen zentrale Phasen des Schreibens im Studium behandelt werden, lernen Studierende in Kursen des Empirie-Labors Forschungsmethoden zur Datenerhebung und zur statistischen Datenauswertung kennen. Zum anderen können Tutoren und Mentoren an Schulungen im Rahmen eines Train-the-Trainer-Programms teilnehmen. Die Workshops helfen den Teilnehmenden, ihre eigenen Angebote mit schreibdidaktischen Inhalten und Methoden anzureichern, um Studierende noch besser auf die Anforderungen ihres Studiums vorbereiten zu können. Seit dem Sommersemester 2017 bietet das Schreiblabor außerdem die Möglichkeit einer individuellen Schreibberatung. In der prozessorientierten Beratung erarbeiten geschulte Berater und Beraterinnen gemeinsam mit den Ratsuchenden individuelle Lösungsansätze für konkrete Schreibprojekte und erörtern Optimierungsmöglichkeiten für den Schreibprozess. Dieses Angebot wird durch die Einführung einer Peer-to-Peer-Beratung von Studierenden für Studierende sukzessive ausgebaut. So werden seit August 2017 neben individuellen Beratungsgesprächen auch offene Sprechstunden rund um das Thema wissenschaftliches Schreiben angeboten und richten sich an alle Studierende der Universität Bonn.

Artikelaktionen